Die 15-Euro-Falle: Was passiert mit dem Restgeld vom Abschiedsgeschenk?

Du hast es geschafft: Das Geschenk ist gekauft, die Karte ist unterschrieben, und alle sind (einigermaßen) glücklich. Doch dann schaust du in den Umschlag oder auf dein PayPal-Konto und stellst fest: Es sind noch 15,40 Euro übrig. Was jetzt? Jeden Teilnehmer mühsam 80 Cent zurückzuüberweisen, ist der Inbegriff von deutschem „Over-Engineering“ und raubt jedem die Zeit. Es einfach einzubehalten? Ein absolutes No-Go für dein Karma im Büro.Weitere praktische Tipps zu Abschiedsgeschenken finden Sie im "Ultimativen Leitfaden für Abschiedsgeschenke für Kollegen".

Hier sind drei lebensnahe Lösungen, die dich wie einen Profi aussehen lassen

 

👉 geschenk abschied kollege

1. Der „Upgrade“-Move: Qualität statt Kleingeld

Die charmanteste Lösung ist, das Budget spontan bis zum letzten Cent auszureizen. Wenn noch 10 oder 15 Euro übrig sind, investiere sie in ein „Add-on“, das den Gesamteindruck des Geschenks sofort aufwertet.

  • Beispiel: Statt nur der Flasche Wein kaufst du noch eine wirklich hochwertige Tüte handgemachter Pralinen oder eine besonders edle Grußkarte vom lokalen Designer-Laden (statt der 1,50 € Supermarkt-Karte).

  • Warum das zieht: Es gibt keine „Reste“ mehr, und das Geschenk wirkt wertiger. Keiner wird dich fragen, warum die Pralinen 12 Euro gekostet haben – sie sehen einfach gut aus.

2. Die „Kaffeekassen-Runde“: Der kollektive Genuss

Wenn das Geschenk schon verpackt ist und du keine Lust hast, nochmal loszuziehen, nutze das Geld für das Team – und zwar sofort.

  • Der Move: Kauf von dem restlichen Geld eine Runde gute Butterbrezeln oder eine Packung hochwertiges Gebäck für das nächste Team-Meeting.

  • Die Ansage (Slack/Teams): „Leute, wir hatten vom Geschenk noch 15 Euro übrig. Davon habe ich heute Morgen eine Runde Brezeln für alle geschmissen. Danke fürs Mitmachen!“

  • Der Effekt: Jeder sieht und schmeckt, wo sein Geld geblieben ist. Transparenz durch Gebäck – in Deutschland unschlagbar.

3. Die „Spenden-Option“: Der moralische High Ground

Wenn dein Team eher „öko-sozial“ eingestellt ist oder das Geld einfach zu wenig für eine Verpflegungsrunde ist, kannst du den Restbetrag spenden.

  • Der Move: Den Betrag auf die nächste runde Summe aufstocken (z.B. von 15 € auf 20 € aus eigener Tasche, wenn du großzügig sein willst) und an eine lokale Organisation spenden.

  • Wichtig: Das musst du kurz im Team-Channel droppen: „Restgeld von 13 € geht als Spende an das lokale Tierheim/die Tafel. Hoffe, das ist für alle okay!“ (Spoiler: Niemand wird „Nein“ sagen, außer er will wie der Grinch wirken).


🚫 Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Das „Schweigen im Walde“: Behalte das Geld niemals kommentarlos. Selbst wenn es nur 5 Euro sind. Es geht nicht um den Betrag, sondern um das Vertrauen. In einem deutschen Büro gibt es immer diesen einen Kollegen, der im Kopf mitrechnet.

  • Die Cent-Rückgabe: Fang nicht an, Cent-Beträge per PayPal zurückzuschicken. Der Benachrichtigungs-Stress für die Kollegen ist größer als der Wert des Geldes.

Mein Fazit als Experte

Das Restgeld ist deine Chance, die Sammelaktion mit einer „Feel-Good-Note“ abzuschließen. Ob Brezeln, Pralinen oder Spende – Hauptsache, du kommunizierst es offen und locker.

Pro-Tipp: Wenn du merkst, dass das Geld knapp nicht reicht, ist das der Moment für die Führungskraft, den „Gönner“ zu spielen. Aber wenn was übrig bleibt? Mach es zum Erlebnis für alle!.

Vorheriger Beitrag: Jemand zahlt nicht? Der Umgang mit der Liste